Auf dieser Seite könnt ihr einige Kurzinformationen entnehmen. Für eine ausführlichere Beratung könnt ihr mich gerne kontaktieren..

Afrikanische Weißbauchigel sind einfach zu halten. - Wenn man ihnen genug Platz und Zuwendung gibt. Auch muss man ihre Tagruhe und ihren Anspruch auf tierische Kost akzeptieren.

Die Behausung

Als beste Unterbringungsmöglichkeit eignen sich Holzterrarien mit Glasschiebetüren. Diese speichern die benötigte Wärme optimal und bieten im Gegensatz zu bspw. Aquarien oder Glasterrarien aus dem Fachhandel auch eine perfekte Belüftung. Denken sie doch über einen Selbstbau nach.  Neben der Tatsache, dass sie sie hervorragend ihrer Wohnsituation anpassen können, bieten sie ihren Igeln auch die beste Wohnmöglichkeit.

Das Terrarium sollte die Mindestmaße von 150cm x 60cm x 50cm haben. Es gilt wie bei fast jedem Tier: Je größer desto besser! Ideal ist es, Etagen oder Ebenen einzuarbeiten um die Lauffläche zu vergrößern.

Hier sind  Beispiele, wie man sein Terrarium entwerfen und einrichten kann. 

Leider gibt es wenige deutsche Literatur und so muss man auf die amerikanischen Bücher und Foren zurückgreifen. Hier einige amerikanische Käfigbeispiele. Man sollte die Behausungen jedoch unserer Umgebung anpassen und den deutschen Maßstäben folgen.

Am Abend bzw. in der Nacht sollten die Tiere Auslauf bekommen. Da die Weißbauchigel äußerst lauffreudig und neugierig sind, sollte dieser möglichst groß und abwechslungsreich gestaltet sein.

Einige Züchter und Halter haben auch einen Dauerauslauf gebaut. Wie z.B die Cherry Hedgies und Andrea M. :

Temperatur/ Licht

Afrikanische Weißbauchigel benötigen eine Temperatur von ungefähr 25 Grad, bei Nacht sollte die diese auf ca. 20 Grad abgesenkt werden. Es ist wichtig die Temperatur einzuhalten damit kein Tier krank wird oder sogar in eine Kälte- bzw. Wärmestarre fällt.
Um diese Temperatur zu gewährleisten eignen sich Rotlichtlampen oder Heizstrahler. Beide geben Wärme ab und sind für den Igel unsichtbar. Dies ist wichtig, um das Tier nicht bei seiner Nachtaktivität zu stören. Die Rotlichtlampe gibt rotes Licht ab, welches aber nur von uns Menschen wahrgenommen wird.
Achtung Terrarienvielbesitzer:  Wahrscheinlich werdet ihr das Problem kennen lernen, dass es gerade in den wärmeren Monaten zu warm im "Terrarienzimmer" wird und die Rotlichtlampe nicht benutzt werden kann um die Igel zu beobachten. Wir haben eine gute Lösung gefunden: Ein so genanntes Moonlight. Dieses ahmt natürliches Mondlicht nach und bietet eine tolle Möglichkeit nachts die Tiere zu beobachten und man fühlt sich nebenbei nicht wie in einem Puff ;)
Wir probieren zwei Mondlichter. Das Exo Terra NightGlo sieht recht natürlich aus, verbraucht jedoch 15 Watt . Das andere nur 0,5 Watt, dafür ist es sehr blau und hell.

Steht das Terrarium an einem helleren Ort, so ist tagsüber keine zusätzliche Beleuchtung nötig. Ist es aber sehr dunkel in der Unterbringung so empfehle ich trotz vieler Meinungen eine leichte Bleuchtung. Auch wenn die Igel schlafen sollen, so sollten sie die Tageszeit einschätzen können.

 

Ernährung

Unsere Schützlinge sollten naturnah ernährt werden. Das heißt viel Fleisch (kein Schweinefleisch) und Insekten. Unter unseren Links finden sie zahlreiche Seiten die Rezepte angeben! Leider gibt es unter den Igel viele "Futterspezialisten".  Einige werden sich nie auf  bestimmte Kost einlassen. Dies rührt meist daher, dass in der Jungtierzeit nicht vielfältig genug gefüttert wurde .

Da es kaum jemandem möglich ist,  die Tiere  nur mit Frischkost zu füttern so ist  Katzenfutter  legitim. Dies  steht  immer  zu Verfügung und als Beilagen werden Insekten (Mehlwürmer, Heimchen) und gekochtes Fleisch oder Ei gefüttert. Nicht zu erwähnen ist, immer  frisches Wasser bereitstehen zu haben. Das Katzenfutter sollte  immer hochwertig sein, gute Erfahrungen haben wir bspw. mit Royal Canin  Kitten, Iams Kitten und Sanabelle gemacht. Dies ist gehaltvoll und die Stücke sind klein, jedoch nicht verschluckbar.

Auf keinem Fall darf Schweinefleisch, Milch und Milchprodukte und Ost und Gemüse gefüttert werden.

 

Gruppenhaltung

Die Afrikanischen Weißbäuchler sind in der Natur Einzelgänger, unsere domestizierten Tiere werden aber meist in Gruppen gehalten. Diese sind aber immer gleichgeschlechtlich, da die Tiere schon mit 8 Wochen geschlechtsreif werden und eine Paarweise Haltung sofort zu Nachwuchs führen würde. Die Jungen würden jedoch nicht überleben, da während einer Schwangerschaft das Weibchen sehr stressanfällig ist und sie ihre Jungen auffressen würde (falls es das Männchen nicht schon getan hätte).

Bei männlichen Gruppen kann es zu Problemen kommen, die Weibchen sind aber meist sehr verträglich.